Sensorisch Integrative Mototherapie

Die SI-Mototherapie versteht sich als umfassendes Konzept der Diagnostik und Therapie von sensorischen Integrationsstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit der Einbeziehung, Anleitung und Beratung ihrer Eltern.

 

Die SI-Mototherapie als Therapiekonzept, in dem die Eltern mit ihren Wünschen, Vorstellungen, Sorgen und Ängsten einen bedeutsamen Platz einnehmen und eine individuelle Zielsetzung mit den Eltern und dem Kind anhand ihrer Wünsche und Erwartungen formuliert wird. Hierbei wird auf die Achtung des Kindes als Persönlichkeit großen Wert gelegt!

 

Hauptziel der Mototherapie ist die Erweiterung der Handlungsfähigkeit des Kindes durch die Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung und Wahrnehmungskoordination. Mittel hierfür ist die sensomotorosche Förderung durch eine entwicklungsorientierte systematische Wiederholung und Vervollständigung der sensomotorischen Entwicklung.

 

Zu Beginn der Behandlung steht eine umfassende Diagnostik - das Ziel dieser  Motodiagnostik ist es, einen Zusammenhang zwischen der Symptomatik des Kindes und den Störungen der sensorischen Integration herzustellen!

 

Nach Erarbeitung einer therapeutischen Leitlinie wird das Kind in der Therapieeinheit mit einem auf seine Bedürfnisse individuell abgestimmten Bewegungs- und Wahrnehmungsangebot gefordert und gefördert.

 

Wie sieht dies genau aus?

 

Die Idee der Replikation ist die Grundlage der Mototherapie - durch die Wiederholung der motorischen Entwicklung des ersten Lebensjahres ist es möglich, dem Gehirn eine "zweite Chance" zur Entwicklung bzw. Nachreifung zu geben. Die neuronalen Verbindungen können sich vervollständigen und sich besser etablieren mit positiven Folgen im Lernen und Verhalten der Kinder.

 

Übungen für zu Hause

 

Zusätzlich zu den Therapieeinheiten werden die Eltern zu Übungen angeleitet, die sie optimalerweise einmal täglich mit ihrem Kind zu Hause durchführen.

 

 

Indikationen

 

Die Sensorisch Integrative Mototherapie hat sich als Behandlung bewährt bei

 

  • sensomotorischen Entwicklungsstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen und/oder propriozeptive Störungen
  • leichten motorischen Störungen
  • zentralen Verarbeitungsstörungen (Sehen & Hören)
  • Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie)
  • Rechenschwäche (Dyskalkulie)
  • expressiven Sprachstörungen
  • graphomotorischen Störungen
  • Verhaltensstörungen, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Aggresivität (ADHS, ADS)
  • Dyspraktische Störungen
  • Autismusspektrumstörunen
  • Enuresis